„Time to Talk!“: Kinder erzählen, wie sie ihre Arbeit sehen

Zum ersten Mal wurden arbeitende Kinder auf der ganzen Welt gefragt, was sie über ihre Arbeit denken, was sich ändern muss und welche Träume sie haben. Die Ergebnisse dieser Befragungen gibt es zum Beispiel in einem Video und in dem Comic „Pauls Tagebuch“.

Der junge Paul aus Deutschland macht gerade erste Erfahrungen mit Kinderarbeit, indem er Reklame austrägt. Er trifft Supermaia, die mit ihrem Supermobil durch die Welt reist und Kinderarbeiter fragt, was, warum und wie sie schuften müssen. Sie will wissen, wie ein Tag in ihrem Leben aussieht, wie viel Zeit sie trotz Arbeit für Schule, Spielen und Ausruhen haben, was sie an ihrer Arbeit mögen, was nicht und wer was tun muss, damit ihr Leben besser wird.

Die Kinder erzählen, dass sie Schimpfen, Schreien, Schlagen und Verletzungen hassen. Sie freuen sich, man sie nett und respektvoll behandelt, sie für ihre Arbeit lobt. Viele sind stolz auf ihre Arbeit, weil sie dadurch ihrer Familie helfen oder ihre eigene Ausbildung bezahlen können. Und sie fordern ausreichend Zeit zum Lernen und Spielen.

Die Kampagne „Time to Talk!“

Die Antworten der Kinder stammen von 1.822 Kindern, die die beiden Organisationen Kindernothilfe und terre des hommes in 36 Ländern befragt haben. Viele Leute reden seit Jahren über Kinder, die arbeiten. Aber niemals hat jemand diesen Mädchen und Jungen selbst die Chance gegeben, über ihre Arbeit zu reden. Wir haben gesagt: „Es ist Zeit, mit den Kindern zu reden!“ Deshalb haben wir die Kampagne „Time to Talk!“ („Zeit zu reden!“) gestartet. Wir haben mit den Kinder gesprochen und aus ihren Antworten z. B. dieses kleine Heft und ein Video erstellt.