Syrien: „Uns sind die Hände gebunden“ – Aktion vor dem deutschen Bundestag

Vertreter von deutschen Hilfswerken stehen mit gebundenen Händen vor dem Bundestag in Berlin. (Quelle: Mike Auerbach)(Berlin, 9. März 2017) Seit sechs Jahren herrscht in Syrien Krieg. Mehr als 20 deutsche Hilfsorganisationen machten heute in Berlin darauf aufmerksam, dass in Syrien etwa fünf Millionen Menschen in 13 belagerten und schwer erreichbaren Gebieten ausharren. Unter dem Motto „Uns sind die Hände gebunden“ versammelten sich heute mehr als 100 Helfer vor dem Bundestag.

Die Hilfswerke fordern die deutsche Bundesregierung und andere Staaten auf, alles dafür zu tun, dass die Menschen in Syrien mit Hilfsgütern erreicht werden können. In der Stadt Aleppo sind die Menschen komplett von den Kriegsparteien eingeschlossen worden, sie werden ständig beschossen, können die Stadt nicht verlassen und niemand kann zu ihn hineinkommen. Und in Syrien gibt es insgesamt 13 Orte wie Aleppo.

Bei der Aktion standen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen nebeneinander, ihre Hände mit rotem Seil verbunden. Gleichzeitig wurden Schlagzeilen von Pressemeldungen und Statements vorgelesen, die die Organisationen in den letzten sechs Jahren Krieg verschickt haben. Dieser Krieg ist eine  der größten menschlichen Krisen unserer Zeit. Die Organisationen haben immer wieder über die Auswirkungen der Gewalt berichtet. Obwohl die Kriegsparteien die Waffenruhen immer wieder gebrochen haben und obwohl die syrischen Helfer sich immer wieder in Gefahr bringen, machen sie weiter und versuchen, sich um die Not leidenden Menschen zu kümmern. Sie geben nicht auf. Aber wenn es um den Zugang zu Millionen von Menschen in schwer erreichbaren und belagerten Gebieten geht, sind ihnen die Hände gebunden.

Organisationen, die an der Aktion "Uns sind die Hände gebunden" teilgenommen haben.