Länderinfo: Südafrika

Südafrika Karte (Quelle: Angela Richter)

Geografie

Südafrika liegt am untersten Zipfel des afrikanischen Kontinents. Es hat eine Fläche von 1,2 Milliarden Quadratkilometern und ist damit mehr als dreimal so groß wie Deutschland.

Der höchste Berg Südafrikas ist der
Njesuthi (3.446 m). Der berühmteste Berg Südafrikas ist der Tafelberg (1.086 m) in der Stadt Kapstadt (siehe „Tafelberg“).

Der südlichste Zipfel des ganzen afrikanischen Kontinents ist das Kap Agulhas. An dieser Stelle treffen Atlantischer und Indischer Ozean aufeinander. Westlich davon liegt das Kap der guten Hoffnung.


Regierungsgebäude in der Hauptstadt. (Quelle: Leonie Armingeon)

Hauptstadt

Tshwane (bis 2005 hieß die Stadt Pretoria) hat mehr als 2 Millionen Einwohner und ist von der Fläche her die größte Stadt des Landes. Tshwane bedeutet so viel wie: „Wir sind alle gleich“. In der Hauptstadt leben zum größten Teil Beamte. Sie gilt als eine der schönsten Städte Südafrikas. Von der Fläche her ist sie die größte Stadt des Landes. Die Sommer sind heiß und feucht, die Winter relativ mild und trocken. Tshwane besitzt die größte Universität des Landes. 2005 gewann Tshwane (damals noch Pretoria) den LivCom-Award in der Kategorie E (über 750.000 Einwohner) und durfte sich „Lebenswerteste Stadt der Welt“ nennen!

Die südafrikanische Stadt mit den meisten Einwohnern ist übrigens Johannesburg (über 9 Millionen Einwohner).

Zahl: World Factbook 2016

Eine Gruppe südafrikanischer Kleinkinder. (Quelle: Manfred Fesl)Einwohner

Obwohl Südafrika mehr als dreimal so groß ist wie Deutschland, hat es nur rund 54 Millionen Einwohner* (Deutschland: 81 Millionen).

Südafrika wird auch „Regenbogennation“ genannt, denn hier leben Menschen aller Hautfarben und Herkunft: Die größte Bevölkerungsgruppe sind die Schwarzafrikaner. Sie gehören zu neun verschiedenen Völkern: Zulu (die größte Volksgruppe), Xhosa, Swasi, Ndebele, Nguni, Nord-Sotho, Tswana, Süd-Sotho, Tsonga, Venda. Dann gibt es die Nachkommen der Niederländer, die im 17. und 18. Jahrhundert in Südafrika einwanderten: Sie nennen sich „Afrikaners“ und sprechen „Afrikaans“. Außerdem leben in Südafrika Nachkommen der Urbevölkerung und Asiaten, vor allem die Nachkommen von indischen Einwanderern. Diese wurden Ende des 19. Jahrhunderts in die Provinz Natal gebracht, um auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten.

Alter Südafrika Deutschland
0-14 Jahre alt sind:
28 von je 100 Menschen 13 von je 100 Menschen
15-64 Jahre alt sind:
67 von je 100 Menschen 66 von je 100 Menschen
älter sind:
5 von je 100 Menschen 21 von je 100 Menschen

Quelle: World Factbook 2015


Apartheid | Arbeit | Armut | Bodenschätze | Das große Loch | Fußballweltmeisterschaft 2010 | Geld | Geschichte | Gesundheit | Kap der guten Hoffnung | Kapstadt | Klima | Krüger Nationalpark | Lebenserwartung | Memory Box | Nationalhymne | Religion | Robben Island | Schule | Straßenkinder | Tafelberg | Uhrzeit | Wirtschaft

Südafrika von A bis W

Das Schild weist darauf hin, dass diesen Strand nur weiße Menschen benutzen dürfen. (Quelle: Wikipedia Commons)Apartheid

Obwohl das Land den Schwarzen gehörte und von Anfang an immer mehr schwarze als weiße Menschen hier lebten, wurde Südafrika bis 1994 von Weißen regiert. Die meisten von ihnen meinten: „Menschen mit dunkler Hautfarbe sind weniger wert und weniger intelligent als wir.“ Deshalb erließen sie Gesetze, durch die Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe in verschiedene „Rassen“ eingeteilt wurden und unterschiedliche Rechte hatten: Z. B. durften Schwarze und Weiße nicht dieselbe Schule besuchen, nicht mit denselben Bussen fahren, nicht auf derselben Parkbank sitzen und nicht am selben Strand baden. Bestimmte Berufe wie beispielsweise Richter oder Arzt waren für Schwarze verboten. Sie durften nicht wohnen, wo sie wollten. Den Schwarzen, die ein Stück Land besaßen, wurde es einfach weggenommen. Schwarze durften nicht wählen oder gewählt werden.

Diese Politik nennt man „Apartheid“. Das Wort stammt aus dem Afrikaans, der Sprache der niederländischen Buren in Südafrika, und bedeutet „Trennung“.

nach oben »

Zwei Frauen mit ihrem Markstadt, an dem sie Obst und Gemüse verkaufen. (Quelle: Ralf Krämer)Arbeit

Fast jeder 4. Südafrikaner ist arbeitslos. Von je 100 Südafrikanern, die eine Arbeitsstelle haben,

  • bieten 66 Menschen Dienstleistungen an – sie arbeiten in Hotels, Gaststätten, Wäschereien, Werkstätten usw.,
  • sind 18 Menschen in der Industrie beschäftigt,
  • arbeiten 4 Menschen in der Landwirtschaft,
  • sind die restlichen 12 Menschen in anderen Bereichen tätig.

Quelle: World Factbook 2015

Ein Automechaniker

  • in Johannesburg verdient im Jahr umgerechnet 11.199 Euro. Er muss 1.847 Stunden im Jahr arbeiten und hat 19 Tage Urlaub.
  • in Berlin bekommt im Jahr 28.841 Euro. Er muss 1.769 Stunden im Jahr arbeiten und hat nur 29 Tage Urlaub.

Eine Verkäuferin

  • in Johannesburg bekommt im Jahr 6.075 Euro. Sie muss 1.847 Stunden im Jahr arbeiten und hat 19 Tage Urlaub.
  • in Berlin verdient mehr als das Dreifache: 21.802 Euro. Sie muss 1.769 Stunden im Jahr arbeiten und hat 29 Tage Urlaub.

Quelle: UBS Preise und Löhne 2015, alle Gehälter sind Bruttogehälter (das heißt, z. B. Steuern, Krankenkasse und soziale Abgaben werden noch davon abgezogen).

nach oben » 

Baufällige Häuser. (Quelle: Ralf Krämer)Armut

Südafrika gilt als das Land mit der größten Ungleichheit: Es ist eigentlich das reichste Land Afrikas. Von dem Geld, das in ganz Afrika erwirtschaftet wird, stammt ein Viertel aus Südafrika.

Gleichzeitig ist Südafrika aber auch ein Entwicklungsland. Jeder 3. Südafrikaner lebt in Armut – und die meisten Armen sind schwarz. Ein großer Teil der schwarzen Bevölkerung lebt in Armenvierteln rund um die Großstädte, ohne Strom, ohne fließendes Wasser, ohne Schulausbildung, ohne Arbeit.

Quelle: World Factbook, aktuellste Zahl von 2012

nach oben » 

Ein Stein mit Gold. (Quelle: Rob Lavinsky, iRocks.com – CC-BY-SA-3.0/Wikimedia commons)Bodenschätze

In Südafrika gibt es mehr Gold als sonst irgendwo auf der Welt. Es wird für Schmuck und Zahnersatz verwendet. Außerdem findet man hier Chrom – ein Metall, mit dem man Autobleche härter macht, und Platin, das zum Beispiel in Fieberthermometern ist.

Südafrika hat viele Diamantenbergwerke (siehe: „Das große Loch“). Die Edelsteine werden auch bei uns in den Juwelierläden verkauft oder als Industriediamanten in Fabriken oder von Handwerkern verwendet. Die kleinen Teile in euren Armbanduhren zum Beispiel wurden mit Diamanten geschliffen.

nach oben » 

Ein großer, tiefer Krater, gefüllt mit türkisfarbenem Wasser. (Quelle: Rudoloph Botha/Wikimedia Commons)Das große Loch

Als 1871 in den Hügeln von Colesberg eine Handvoll Diamanten gefunden wurde, brach dort ein „Diamantenrausch“ aus: 30.000 Männer fingen an der Fundstelle heftig an zu graben. In wenigen Monaten hatten sie einen ganzen Hügel weggebuddelt. Und sie gruben weiter und weiter – 1.097 m tief. Oben hatte das riesige Loch einen Durchmesser von 460 m. Es wurde „The Big Hole“ getauft – „Das große Loch“. Es ist das tiefste Loch, das Menschen je gegraben haben.
Im August 1914 wurde die Mine geschlossen, weil keine weiteren Diamanten mehr gefunden wurden. Bis dahin hatten die Männer 2.722 kg Diamanten aus der Erde geholt. Heute ist das Loch teilweise mit Wasser gefüllt. Außerdem gibt es dort jetzt ein Minen- und ein Freilichtmuseum.

nach oben » 

Jugendliche aus einem südafrikanischen Kindernothilfe-Projekt mit Vuvuzela und bemalten Helmen in den Farben der südafrikanischen Fahne. (Quelle: Kindernothilfe-Partner) Fußballweltmeisterschaft 2010

2010 fand die Fußball-WM zum ersten Mal in Afrika statt, und zwar vom 11. Juni bis 11. Juli. Im FNB-Stadion (First-National-Bank-Stadion) in Johannesburg steht das größte Fußballstadion Afrikas. Dort fanden das Eröffnungsspiel und das Finale statt. Ursprünglich passten 80.000 Zuschauer dort hinein – für die WM wurde es umgebaut und hat rund 94.700 Plätze. 32 Nationalmannschaften traten gegeneinander an: 13 aus Europa – 5 aus Südamerika – 6 aus Afrika – 4 aus Asien – 3 aus Nord- und Mittelamerika – 1 Mannschaft aus Ozeanien (Neuseeland).

Ein Ball, der extra für die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika hergestellt wurde. (Quelle: Fifa)Der Ball wurde von der deutschen Firma Adidas hergestellt. Bälle für große Turniere bekommen einen Namen – dieser Ball hieß Jabulani: Das bedeutet in der Sprache der Zulu (ein südafrikanisches Volk) „Feiern“. Die elf Farben des Spielballs stehen für die elf Volksgruppen Südafrikas und ihre Sprachen sowie für die elf Spieler jeder Mannschaft.

Die andere Seite der WM: Vor der WM wurden viele Menschen aus ihren Armensiedlungen vertrieben. Die Fans aus aller Welt sollen ja keine Armut sehen, sondern ein modernes, reiches Südafrika. Die Vereinten Nationen (UN) sprechen von 20.000 Menschen, die wegen der WM in Übergangslager verfrachtet wurden. Auch Straßenkinder sollen aus der Gegend um die jeweiligen Stadien verschleppt worden sein.

nach oben » 

Geld

Das südafrikanische Geld heißt Rand:
1 Rand = 0,06 Euro
1 Euro =  15,64 Rand

Stand: Juni 2016, Oanda Währungsrechner

nach oben » 

Geschichte

Die ersten Bewohner Südafrikas sind die Völker San und Khoikhoi. Sie leben 20.000 Jahre hier. Irgendwann kommen kommen Bantu-Völker (schwarze Völker aus Zentralafrika) hierher. Sie vertreiben nach und nach die Ureinwohner.
1488 landet der erste Europäer auf südafrikanischem Boden: der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Diaz.
Landkarte mit dem Schifffahrtsweg um die Südspitze Südafrikas herum nach Indien. (Quelle: PhiLiP/Wikimedia commons)1498 entdeckt der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama die Schifffahrtsroute um Südafrika herum. Er geht in der Bucht der heutigen Stadt Durban an Land, und weil gerade Weihnachten ist, nennt er das Land „Terra do Natal“ – Weihnachtsland. Über die neue Route können jetzt z. B. Gewürze aus Indien nach Europa transportiert werden.
Ein altes Gemälde: Jan van Riebeeck, wie er in Südafrika gelandet ist. (Quelle: Charles Davidson Bell)1652 landet der Niederländer Jan van Riebeeck in Südafrika. Er gründet eine Versorgungsstation, wo die Schiffe frisches Wasser, Gemüse und Fleisch an Bord nehmen können. Diese Station nennt er Kapstadt; sie ist die erste europäische Siedlung im Land. Immer mehr Europäer ziehen jetzt nach Südafrika.
1657 werden Menschen aus Indien, Asien und anderen Teilen Afrikas als Sklaven ins Land gebracht, um für die Weißen zu arbeiten.
1814 wird die Region am Kap der guten Hoffnung britische Kronkolonie: Das heißt, sie gehört zu Großbritannien und wird von einem britischen Gouverneur verwaltet.
1834 schaffen die Briten die Sklaverei ab. 6.000 Buren verlassen das Land, da sie ohne Sklaven ihr riesiges Farmland nicht mehr bewirtschaften können.
Stein mit Gold. (Quelle: Rob Lavinsky, iRocks.com – CC-BY-SA-3.0/Wikimedia Commons)1886 wird am Witwatersrand Gold gefunden. Hier entsteht das größte Goldbergbaugebiet der Welt.
1910 werden die vier Provinzen Südafrikas zu einem eigenen Staat, der Südafrikanischen Union, vereint. Die schwarze Bevölkerung wird nicht in die Bildung des neuen Staates einbezogen und erhält keine politischen Rechte.
Schild mit der Aufschrift: Nur für den Gebrauch von weißen Personen. (Quelle: Wikimedia commons)Ab 1911 werden die ersten rassendiskriminierenden Gesetze erlassen: Menschen, die keine weiße Hautfarbe haben, haben kaum noch Rechte und werden wie Personen zweiter Klasse behandelt. Sie dürfen zum Beispiel nicht in den selben Wohnvierteln wie Weiße leben.
1912 gründen schwarze Afrikaner die Partei „African National Congress“ (ANC), mit der sie gegen die diskriminierenden Gesetze kämpfen wollen. Auch Nelson Mandela gehört zu dieser Partei.
1948 gewinnt die „National Party“ unter Dr. Malan die Wahlen. Von ihm stammt der Begriff „Apartheid“. Er sorgt dafür, dass „nicht-weiße“ Menschen jetzt noch weniger Rechte haben: Ehen zwischen Schwarzen und Weißen werden verboten, Schwarze dürfen nicht mehr dieselben Schulen besuchen wie Weiße, nicht mit Weißen im selben Bus fahren und nicht auf dieselben öffentlichen Toiletten gehen wie Weiße.
1961 wird die Republik Südafrika gegründet.
Nelson Mandela. (Quelle: The Good News/Wikimedia Commons)1962 wird Nelson Mandela, der bekannteste Kämpfer für die Rechte der Schwarzen, festgenommen. Er wird zuerst zum Tode und später zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach 27 Jahren wird er aus dem Gefängnis entlassen.
1991 hebt Südafrikas weißer Präsident Frederik de Klerk die Apartheidgesetze auf.
1993 erhält Präsident de Klerk gemeinsam mit Nelson Mandela den Friedensnobelpreis.
1994 finden die ersten demokratischen Wahlen statt. Nelson Mandela wird zum ersten schwarzen Präsident Südafrikas gewählt.
Seit 2009 ist Jacob Zuma Präsident.
Am 5. Dezember 2013 stirbt Nelson Mandela im Alter von 95 Jahren. Zu seiner Trauerfeier kommen 70 aktuelle und 10 ehemalige Staats- und Regierungschefs aus aller Welt.

nach oben » 

Die beiden Frauen arbeiten in einer Gruppe, die die Menschen über Aids aufklärt und Kranken hilft. (Quelle: Ralf Krämer)Gesundheit

In Südafrika erkranken mehr Menschen an der Krankheit Aids als irgendwo sonst auf der Welt. „Aids“ ist die Abkürzung von dem englischen Ausdruck „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ – auf deutsch: erworbene Immunschwäche. Aids wird durch den HI-Virus ausgelöst. Unser Immunsystem sorgt dafür, dass sich unser Körper gegen Krankheiten wehren kann. Wenn sich jemand mit dem HI-Virus ansteckt, wird sein Immunsystem geschwächt, und zwar jahrelang. Selbst harmlose Krankheiten können jetzt für ihn gefährlich werden. Wenn bei ihm mehrere schwere Krankheiten ausbrechen, ist er aidskrank.

Aids ist unheilbar, aber es gibt inzwischen Medikamente, mit denen man den Ausbruch der Krankheit hinauszögern kann. Allerdings haben viele Südafrikaner dafür kein Geld. Sie sind auch viel zu wenig darüber informiert, wie gefährlich Aids ist und wie sie sich davor schützen können. Schätzungsweise 6,8 Millionen Südafrikaner leben mit dem HI-Virus. 2,5 Millionen Kinder in Südafrika haben ihre Eltern durch Aids verloren.

Zahlen: World Factbook 2014, Vereinte Nationen, aktuelleste Zahl von 2012

nach oben » 

Landkarte mit dem Kap der Guten Hoffnung und dem Kap Agulhas. (Quelle: Agulhas-Map-CC-BY-SA-3-0-https-commons.wikimedia.org-w-index-php-curid-719134-e1469536807414)Kap Agulhas und Kap der guten Hoffnung

Das Kap Agulhas ist der südlichste Punkt Afrikas. Dort treffen der Atlantische und der Indische Ozean aufeinander. Der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Diaz war der erste europäische Seefahrer, von dem wir wissen, dass er mit seinem Schiff dieses Kap im Jahr 1488 erreichte. „Agulhas“ ist portugiesisch und heißt „Nadeln“ – „Kap der Nadeln“. Man vermutet, dass er diese Stelle so genannt hat, weil es hier im Wasser viele gefährliche Felsen und Riffe gibt.

Schild mit der Aufschrift: Kap der guten Hoffnung - der südwestlichste Punkt des afrikanischen Kontinents. (Quelle: Andreas Wiese)
Westlich davon liegt das Kap der guten Hoffnung, das auch von Bartolomeu Diaz entdeckt wurde. „Gute Hoffnung“ deshalb, weil er hoffte, dass er den Seeweg nach Indien entdeckt hatte – und das war tatsächlich der Fall! Die Schiffe konnten um diesen Südzipfel beim Kap der guten Hoffnung und Kap Agulhas herum nach Indien fahren.

 

nach oben » 

Kapstadt

Kapstadt ist die zweitgrößte Stadt Südafrikas. Sie war die erste Stadt, die in Südafrika gegründet wurde (siehe „Geschichte“).

Youtube-Video von einer Landung mit dem Flugzeug in Kapstadt

nach oben » 

Kindernothilfe

In Südafrika fördert die Kindernothilfe rund 16.070 Kinder und Jugendliche in 20 Projekten. Wir arbeiten dort bereits seit 1979 mit südafrikanischen Partnerorganisationen.

In Südafrika erkranken mehr Menschen an der Krankheit Aids als in anderen Ländern. Unsere Partner klären Jugendliche, wie sich der HI-Virus ausbreitet, der Aids auslöst, und wie sie durch ein anderes Verhalten eine Ansteckung verhindern können. Außerdem wollen wir durch die Projekte und Programme erreichen, dass Mädchen und Jungen nicht länger benachteiligt werden – weil sie schwarz sind, weil sie HIV, Aids oder eine Behinderung oder weil sie Waisen geworden sind.

nach oben » 

Klima

Südafrika liegt auf der südlichen Halbkugel unserer Erde. Dort sind die Jahreszeiten unseren genau entgegengesetzt: Wenn bei uns Winter ist, ist dort Sommer und umgekehrt. Im Winter ist es fast so kalt wie bei uns, aber es regnet viel weniger, und im Sommer wird es viel heißer.

Aktueller Wetterbericht für die Hauptstadt Tshwane (Pretoria)

(Mit diesem Link verlässt du die Robinson-im-Netz-Webseite. Für den Inhalt der verlinkten Seite übernehmen wir keine Haftung.)

nach oben » 

Krüger Nationalpark

Krüger Nationalpark: Ein Elefant geht über die Straße. (Quelle: Felix Andrews Floybix(Wikimedia Commons) Krüger Nationalpark: Ein Zebra läuft über die Straße. (Quelle: Maccoinnich/Wikimedia Commons)

Der weltberühmte Krüger Nationalpark (19.485 Quadratkilometer) ist fast so groß wie das Land Israel. Er ist einer der schönsten Naturparks der Welt; in keinem anderen Park gibt es so viele verschiedene Tiere und Pflanzen:

  • 336 Baumarten
  • 49 Fischarten
  • 34 Amphibienarten
  • 114 Reptilienarten
  • 507 Vogelarten und
  • 147 Säugetierarten

Aktuelle Bilder aus dem Krüger Nationalpark von einer Webcam

(Mit diesem Link verlässt du die Robinson-im-Netz-Webseite. Für den Inhalt der verlinkten Seite übernehmen wir keine Haftung.)

nach oben » 

LebenserwartungEine alte Südafrikanerin. (Quelle: Christoph Engel)

Südafrikaner werden durchschnittlich nur 62 Jahre alt (Deutsche: 81 Jahre). Das liegt unter anderem daran, dass in Südafrika mehr Menschen an der Krankheit Aids erkranken als irgendwo sonst auf der Welt (siehe „Gesundheit“).

Zahlen: World Factbook 2015

 

 

nach oben » 

Eine Memory-Box - eine Holzkiste mit Briefen, Fotos und einem Familienstammbaum. (Quelle: Ralf Krämer)Memory Box

Viele HIV-infizierte Eltern (siehe „Gesundheit“) legen für ihre Kinder „Erinnerungs-Kisten“ an. Das kann ein Karton, eine kleine Holzkiste oder eine Schachtel sein. Sie legen hinein:

  • Gegenstände, die ihnen wichtig sind,
  • Familienfotos,
  • vielleicht ein Spielzeug, das die Kinder besonders geliebt haben,
  • eine Zeichnung mit dem Familienstammbaum,
  • Briefe, in denen sie ihren Kindern Ratschläge für ihr späteres Leben geben, die sie ihnen nicht mehr persönlich sagen können. Sie schreiben ihnen z. B., dass sie regelmäßig zur Schule gehen, ihre Großeltern respektieren und sich vor Aids schützen sollen.

nach oben » 

NationalhymneSüdafrikanische Fahne

Seit 1996 ist „Nkosi sikelel’ iAfrika“ die offizielle Nationalhymne Südafrikas. Ihre vier Strophen werden auf Xhosa/Zulu, Süd-Sotho, Afrikaans und Englisch gesungen, das sind die vier am meisten gesprochenen Sprachen des Landes.

Hier die deutsche Übersetzung:

Herr, segne Afrika. Gepriesen sei dein Ruhm.
Erhöre unsere Gebete. Herr, segne uns, deine Familie.

Herr, beschütze dein Volk, beende du Kriege und Zwistigkeiten.
Beschütze du, Herr, dein Volk; Volk von Südafrika – Südafrika.

Aus dem Blau unseres Himmels, aus der Tiefe unserer See,
Über unseren ewigen Bergen, wo die Gipfel Antwort geben,

klingt der Ruf der Einigkeit, und zusammen stehen wir.
Lasst uns leben und kämpfen für die Freiheit, in Südafrika, unserem Land.

Die Nationalhymne auf Youtube

nach oben » 

Religion

Die meisten Südafrikaner sind Christen. Die übrige Bevölkerung besteht aus

  • Hindus,
  • Moslems und
  • Anhängern von einheimischen Religionen.

Quelle: World Factbook

nach oben » 

Die Insel Robben Island vor der Stadt Kapstadt. (Quelle: KodachromeFan/Wikimedia Commons-e1469537181670.jpg)Robben Island

ist eine kleine Insel 12 km vor Kapstadt. Hier leben Seehunde (Robben) und Pinguine.

Bereits im 16. Jahrhundert wurden Gefangene per Boot nach Robben Island gebracht. Die Insel war als Gefängnis völlig ausbruchsicher. Das Festland war so weit weg, dass man nicht dorthin schwimmen konnte, und die Strömung im Wasser so gefährlich, dass kein Fluchtversuch gelingen würde. Während der Apartheid wurde Robben Island zum berüchtigtsten Gefängnis Südafrikas für politische Häftlinge. Sie mussten im Steinbruch auf der Insel schuften, hatten nur wenige Kleidungsstücke und mussten anfangs auf dünnen Strohmatten auf dem kalten Steinfußboden schlafen.

Im Gefängnis auf Robben Island: Die Zelle, in der Nelson Mandela gefangengehalten wurde. (Der berühmteste Gefangene aller Zeiten auf Robben Island war Nelson Mandela. Er wurde 1964 zu lebenslanger Heft verurteilt. 18 Jahre Jahre seiner Haft verbrachte er in einer 4 m² großen (kleinen) Einzelzelle.

1971 schafften es die Gefangenen nach Streiks und Protesten, menschlichere Bedingungen durchzusetzen. Jetzt durften sie sogar im Gefängnis auf Robben Island studieren. Diesen Erfolg hatten die Häftlinge hauptsächlich Nelson Mandela zu verdanken. Seine Mitgefangenen nannten das Gefängnis auch „Mandela University“. Die ersten 500 Seiten seiner Lebensgeschichte schrieb Nelson Mandela heimlich hier im Gefängnis. Das Buch heißt: „Long Walk to Freedom“ (Der lange Weg zur Freiheit).

Mitte der neunziger Jahre wurde Robben Island zu einem Natur- und Nationaldenkmal, das frühere Gefängnisgebäude ist heute ein Museum.

1994 wurde Mandela der erste schwarze Präsident Südafrikas.

nach oben »

Schüler mit ihrem Lehrer. (Quelle: Christian Nusch)Schule

Von 100 Südafrikanern können 94 lesen und schreiben. Und von 100 Kinder im schulpflichtigen Alter besuchen 90 die Grundschule.

Schwarze Schulkinder wurden jahrzehntelang benachteiligt. Noch 1993 gab die Regierung für die Schulbildung eines weißen Kindes viermal mehr Geld aus als für die eines schwarzen Kindes.

Quellen: World Factbook 2015, Vereinte Nationen 2008-2012

Sprache

Es gibt 11 Sprachen in Südafrika:
Afrikaans, Englisch, Ndebele, Pedi, Sotho, Swazi, Tsonga, Tswana, Venda, Xhosa, Zulu

nach oben » 

Zwei Straßenkinder in Pietermaritzburg. (Quelle: Ralf Krämer)Straßenkinder

In den meisten Städten Südafrikas gibt es Straßenkinder – einige leben ständig draußen, andere nur eine Zeitlang. Im Sommer sind es mehr, weil das Wetter gut. Aber auch in den langen Winterferien, wenn die Schulen geschlossen sind, landen viele Kinder auf der Straße auf der Suche nach Geld und Essen – denn dann fällt die Mahlzeit weg, die sie sonst während des Unterrichts in der Schule bekommen.

 

 

Straßenjungen schlafen auf Decken und Pappdeckeln. (Quelle: Ralf Krämer)Straßenkinder sind meistens schwarz, und es gibt mehr Jungen als Mädchen. Einige sind erst fünf oder sechs Jahre alt, und oft werden die älteren Mädchen schwanger und leben dann mit ihren Babys auf der Straße. Der Hauptgrund, warum Kinder ihr Zuhause verlassen, ist die Armut. Wenn Eltern nicht wissen, wie sie ihre Familie ernähren sollen, fangen viele von ihnen aus Verzweiflung an zu trinken, und im Rausch schlagen sie dann ihre Kinder.

Und wenn die Mädchen und Jungen erst einmal auf der Straße sind, schätzen sie ihre Unabhängigkeit – trotz aller Nöte, die sie erleben.

nach oben » 

Der Tafelberg. (Quelle: Andreas Wiese)Tafelberg

Der Tafelberg (1.086 m) ist die größte Touristenattraktion Südafrikas. Er ist das Wahrzeichen von Kapstadt. Er liegt auf der Halbinsel, an deren Südende sich das Kap der Guten Hoffnung befindet. Die Ureinwohner nannten den Berg „hoeri“ (Meeresbucht). Im Mittelalter änderte ein portugiesischer Admiral aufgrund seiner Form den Namen in „Tafelberg“ (Tischberg, weil er flach ist wie eine Tischplatte).

Gondel auf den Tafelberg. (Quelle: Andreas Wiese)Auf dem Tafelberg hat man bisher rund 1.400 Pflanzenarten gefunden – das sind mehr als z. B. in ganz Großbritannien anzutreffen sind. Viele von ihnen gibt es nur hier und nirgendwo sonst auf der Welt. Seit 1929 führt eine Seilbahn auf den Tafelberg.

Aktuelle Bilder vom Tafelberg von einer Webcam

(Mit diesem Link verlässt du die Robinson-im-Netz-Webseite. Für den Inhalt der verlinkten Seite übernehmen wir keine Haftung.)

nach oben » 

Uhrzeit

12 Uhr auf der Wanduhr. (Quelle: Gunhild Aiyub) 13 Uhr auf der Wanduhr. (Quelle: Gunhild Aiyub)

Während der Winterzeit ist uns Südafrika eine Stunde voraus.
Während der Sommerzeit ist in Südafrika und in Deutschland dieselbe Uhrzeit.

nach oben »

Apfelsinen. (Quelle: wikimedia-commons)Wirtschaft

Deutschland war 2014 der zweitgrößter Partner, mit dem Südafrika Handel betrieben hat. Deutschland kauft vor allem Gold und Kohle in Südafrika, aber auch Auto- und Flugzeug-Teile.

Landwirtschaftliche Produkte aus Südafrika: Mais, Weizen, Zuckerrohr, Obst (z. B. Cape-Orangen), Gemüse, Fleisch, Wolle, Milchprodukte

Industrie: Bergbau, Autoherstellung, Metallverarbeitung, Maschinen, Textilien, Eisen und Stahl, Chemikalien, Dünger, Lebensmittel

Etwa 600 deutsche Firmen haben sich in Südafrika niedergelassen und beschäftigen insgesamt über 90.000 Leute.

Quellen: Auswärtiges Amt 2014, Südafrikanische Botschaft