Philippinen: Robinson und das goldene Rentier

Robinsoin schaut zu, wie philippinische Kinder Tiere aus Pappmaschee machen. (Quelle: Peter Laux)

Auf dem Dach eines Jeepneys in Manila sitzen fünf Fahrgäste. Aus heiterem Himmel fällt plötzlich etwas auf sie drauf. „Ein Geist“, schreien die Leute. „´tschuldigung“, sagt das Ding, das sich als rothaariger Junge entpuppt, „ich bin Robinson, und ich wollte unbedingt mal mit einem Jeepney fahren.“

In einem Dorf steigen sie aus. „Willst du sehen, wie wir Rentiere aus Pappmaschee für die Souvenierläden machen?“, fragt Richie. Vor dem Häuschen ihrer Familie stehen viele silberne und goldene Rentiere. Im Haus werkeln Richies Geschwister eifrig an neuen Rentieren.

Die Kinder arbeiten jeden Tag, gehen nicht zur Schule und atmen giftige Klebstoff- und Farbdämpfe ein. „Ein Rentier ist geklaut worden!“, schreit Richie. „Dafür haben wir stundenlang gearbeitet!“ „Der Dieb muss goldene Finger haben“, sagt ihr Bruder. „Die Farbe war noch nass. Los, wir suchen ihn.“