Länderinfo: Indonesien

Indonesien-Landkarte. (Quelle: Angela Richter)

Vulkane. (Quelle: Wikimedia-commons-vberger)

Geografie

Indonesien liegt in Südostasien. Das Land ist 1,9 Millionen km² groß – 93.000 km² bestehen aus Wasser, 1,8 Mio. km² aus Land. Im Vergleich: Deutschland hat nur eine Fläche von 360.000 km², es würde mehr als 5-mal in Indonesien passen.

Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt. Das Land besteht aus über 17.500 Inseln, davon sind allerdings nur ungefähr 6.000 bewohnt. Die vielen Inseln liegen genau zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean. Die größten Inseln heißen Sumatra, Java, Borneo, Sulawesi und Neuguinea. Auf drei Inseln teilt sich Indonesien die Bodenfläche mit jeweils einem anderen Land:

  • Borneo mit dem Staat Malaysia
  • Neuguinea mit dem Staat Papua-Neuguinea
  • Timor mit der Demokratische Republik Timor-Leste (Osttimor)

Der höchste Berg ist mit 5.030 m der Puncak Jaya; er ist weltweit der höchste Berg auf einer Insel. Übrigens gibt es in Indonesien die meisten Vulkane der Welt.

Jakarta bei Nacht - aus der Vogelperspektive. (Quelle: Wikimedia Commons/yohanes budiyanto)Hauptstadt

Die Hauptstadt Jakarta ist die größte Stadt in Indonesien und die größte Stadt in Südostasien. Sie liegt auf der Insel Java, durchschnittlich nur 8 m über dem Meeresspiegel. In Jakarta leben 10,3 Millionen Menschen. Sie haben malaiische, arabische, indische, niederländische oder chinesische Vorfahren.
In der Stadt gibt es zahlreiche Universitäten, Kathedralen und Moscheen, viele Märkte, große Kaufhäuser und Einkaufszentren. Taman Impian Jaya Ancol ist der größte Vergnügungspark Südostasiens mit Kunstmarkt, Freilicht-Theater, Schwimmbad, Bowlingbahn, Golfplatz und einem Aquarium.
2004 wurde mit dem Bau des Jakarta Towers begonnen. Er sollte 558 m hoch und damit der höchste Fernseh- und Rundfunksendeturm der Welt werden. Diesen Titel hat er jedoch nie bekommen – vor seiner Fertigstellung wurde in Japan der Tokyo Sky Tree eingeweiht – er ist 634 Meter hoch!

Quellen: World Factbook 2015, Wikipedia

Drei lachende Kinder. (Quelle: Christian Jung)Einwohner

In Indonesien leben mehr als 256 Millionen Menschen (in Deutschland 81 Millionen Menschen) aus 360 verschiedenen Volksgruppen. Damit ist Indonesien der viertgrößte Staat der Welt.

In Indonesien leben mehr junge als alte Menschen:

Alter in Indonesien in Deutschland
0-14 Jahre: 26 von je 100 Menschen 13 von je 100 Menschen
15-64 Jahre: 67 von je 100 Menschen 66 von je 100 Menschen
älter: 7 von je 100 Menschen 21 von je 100 Menschen

Mehr als die Hälfte der Einwohner lebt in Städten.

Zahlen: World Factbook 2015


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Indonesien von A bis W

Ein Junge schleppt einen riesigen Sack Kautschuk aus dem Fluss an Land. (Quelle: Christian Herrmanny)Arbeit/Kinderarbeit

  • Etwa die Hälfte aller Menschen, die in Indonesien eine Arbeit haben, bieten Dienstleistungen an: Sie arbeiten z. B. als Verkäufer, Handwerker oder in Hotels und Restaurants.
  • Fast jeder 3. Indonesier arbeitet in der Landwirtschaft – dort werden z. B. Reis, Mais, Cassava, Rohrzucker und Süßkartoffeln, Tee und Kautschuk angebaut.
  • Jeder 5. arbeitet in der Industrie.

Ein Mädchen zerklopft Steine. (Quelle: Christian Herrmanny)Jeder 6. Indonesier muss mit rund 1 Euro am Tag auskommen. Weil die Menschen in Indonesien so arm sind, schicken viele Eltern auch noch ihre Kinder arbeiten.
Obwohl die Regierung sich bemüht, Kinderarbeit in Indonesien zu verringern, sind rund 2,4 Millionen Kinder zwischen 7 und 14 Jahren von Kinderarbeit betroffen. Sie sammeln Müll, helfen beim Fischen, klopfen Steine im Steinbruch, fahren Rikscha (eine Art Fahrrad-Taxi) oder arbeiten als Lastenträger im Hafen.

Quelle: World Factbook 2014, Vereinte Nationen 2007-2011, Aktiv gegen Kinderarbeit 2013


Kindernothilfe-Video: Kinderarbeit im Steinbruch (Indonesien)

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Ein Haus an einem Platz voller Müll. (Quelle: Martina Kiese)Armut

Etwa jeder 9. Indonesier ist sehr arm. In den Großstädten von Indonesien gibt es außerdem viele Slums. Slums sind Stadtteile, in denen die Menschen unter schlimmen Bedingungen leben müssen. Viele haben nur Blechhütten. Vor allem Kinder leben in Indonesien aber oft auch auf der Straße und haben gar kein Zuhause.

Quelle: World Factbook 2014

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Ein rotes Shirt mit gelben Batik-Kreisen. (Quelle: Johann H. Addicks/addicks@gmx.net)Batik

Die Batik-Technik wurde in Indonesien erfunden. Am 30. September 2009 hat die UNESCO „Indonesische Batik“ als Weltkulturerbe ausgezeichnet.
Das Wort Batik kommt von dem javanesischen Wort „mbatik“ = mit Wachs schreiben. Javanesisch ist ein Dialekt in Indonesien. Mit flüssigem Wachs werden Motive auf ein Stück Stoff gezeichnet. Wenn man den Stoff anschließend färbt, nehmen die Wachsmotive keine Farbe an.
Früher durften nur Leute aus der Oberschicht, besonders Adelige, Kleider aus Batik-Stoffen tragen. Der Sultan von Yogyakarta erlaubte erst 1940, dass alle Leute gebatikte Kleider anziehen durften. Noch heute sind bestimmte Muster für bestimmte Anlässe – z. B. Hochzeiten – vorbehalten.

Quelle: Wikipedia

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Die Grasberg-Goldmine. (Quelle: Alfindra Primaldhi/Wikimedia Ccommons)Bodenschätze

Indonesien ist eines der an Bodenschätzen reichsten Länder der Erde! Die Grasberg-Mine ist die größte Goldmine und die drittgrößte Kupfermine der Welt. Sie liegt auf der Insel West-Papua in rund 4.000 Metern Höhe.
Das Unternehmen, das die Mine betreibt, hält sich nicht an Umweltgesetze, sondern vergiftet Flüsse und Seen. In der Mine werden jeden Tag rund 230.000 Tonnen Erze vorverarbeitet. Der größte Teil dieser Erze bleibt als Abfall zurück und wird in die Flüsse gekippt. So etwas ist in allen Industrieländern verboten. Der gesamte Fluss unterhalb der Mine und der Regenwald, der dort wächst, wurden massiv geschädigt.
Große Mengen Schwermetalle gelangten ins Wasser und damit auch auf die Felder, die der Fluss bei Hochwasser überschwemmt. Selbst das Trinkwasser ist teilweise verseucht. Für die Menschen, die hier leben, bedeutet dies das Ende von Fischfang, Jagd und Landwirtschaft.

Quelle: Wikipedia, www.west-papua-netz.de

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Indonesisches Essen. (Quelle: Martina Kiese)Essen

Ein Grundnahrungsmittel in Indonesien ist Reis. Er wird schon seit über 2000 Jahren auf der Insel Java angebaut. Außerdem sind Fisch und Hühnchen sehr beliebt.
Ayam goreng heißt das Nationalgericht, es bedeutet „gebratenes Hühnchen“ und wird mit vielen Gewürzen zubereitet.

 

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Geld

Die Währung in Indonesien heißt Rupiah. Es gibt Scheine und Münzen. Die kleinste Münze sind 25 Rupiah, der größte Schein sind 100.000 Rupiah.

1 Euro  = 14.916 Rupiah
10.000 Rupiah =  0,65 Euro

Stand: Juni 2016, Oanda Währungsrechner

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Indonesische FlaggeIndonesisches Wappen

Geschichte

Bereits vor 1,8 Millionen Jahren leben Vorgänger des Menschen auf der Insel Java.

Bis 1500 n. Chr. gibt es verschiedene Königreiche in Indonesien.

Zwischen 1500 und 1600 entdecken die Portugiesen Indonesien und versuchen die Inseln zu erobern. Um 1600 landen Niederländer hier. Sie wollen Indonesien in ihren Besitz nehmen, denn hier wachsen besonders viele Gewürze, mit denen man gut handeln und viel Geld verdienen kann. Mit der Zeit schaffen sie es, das Land zu beherrschen, und zwar fast 350 Jahre lang. Indonesien heißt in dieser Zeit auch Niederländisch-Indien.

1942 im Zweiten Weltkrieg besetzen die Japaner Indonesien. Die Niederländer verlieren damit ihre Herrschaft über einen großen Teil des Landes. 1945 müssen die Japaner alle eroberten Staaten zurückgeben, weil sie den Zweiten Weltkrieg verloren haben – sie verlieren auch einige indonesische Inseln. Dadurch wird Indonesien ein unabhängiger Staat. 1949 geben auch die Niederländer die Inseln, über die sie noch regiert haben, an Indonesien zurück.

Am 26. Dezember 2004 gibt es vor der Insel Sumatra ein schweres Seebeben der Stärke 9,1. Es löst einen gigantischen Tsunami aus, bei dem 230.000 Menschen sterben, davon allein in Indonesien rund 165.000 Menschen.

Seit 2004 wird der Präsident direkt vom Volk gewählt. Seit 2014 ist Joko Widodo Präsident Indonesiens.

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Hütten an einem mit Müll verschmutzten Fluss. (Quelle: Martina Kiese)Gesundheit

84 von 100 Menschen haben die Chance, sauberes Trinkwasser zu trinken; in ländlichen Gebieten sind es nur 76 von 100 Menschen.
In ländlichen Gebieten hat jeder 2. Indonesier keine Toilette und in seinem Zuhause auch keine Abwasserkanäle. Deshalb können sich Keime und Bakterien besonders schnell vermehren, und die führen bei Menschen oft dazu, dass sie schweren Durchfall bekommen. In Indonesien stecken sich viele Menschen mit Infektionskrankheiten an, z. B. mit Malaria. Man bekommt hohes Fieber und kann daran sterben. Fast jedes 5. Kind ist unterernährt, es wiegt also zu wenig für sein Alter. Das liegt daran, dass die Kinder nicht genügend essen können, und manchmal auch daran, dass sie krank sind und nicht behandelt werden.
Für rund 10.000 Menschen gibt es in Indonesien nur 2 Ärzte – in Deutschland sind es 40 Ärzte für 10.000 Menschen.

Quelle: Vereinte Nationen, aktuellste Zahl von 2011, 2008-2012, World Factbook 2012

Kindernothilfe

In Indonesien unterstützen wir 2.840 Kinder in 6 Projekten. Wir sind seit 1978 in diesem Land aktiv. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit sind Projekte für Straßenkinder und Kinderarbeiter. Laut Gesetz müssen Kinder in Indonesien zur Schule gehen, doch weil die Familien arm sind, müssen viele Mädchen und Jungen unter ausbeuterischen Bedingungen neben der Schule noch arbeiten. Wir arbeiten eng mit Eltern, Arbeitgebern und Schulbehörden zusammen, damit Kinder nicht schuften müssen und eine gute Schulbildung bekommen. In den Großstädten wie Jakarta und Medan gibt es viele Straßenkinder, die aus dem ganzen Land kommen. Unsere Partnerorganisationen geben diesen Kindern speziellen Schulunterricht und helfen ihnen dabei, wieder in einer Familie leben zu können.

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Klima

In Indonesien herrscht „tropisches“ Klima. Solch ein Klima findet ihr im Zoo z. B. im Krokodilgehege. Von Juni bis September dauert die heiße Trockenzeit mit wenig Regen und von Dezember bis März gibt es eine heiße und feuchte Regenzeit.

Der aktuelle Wetterbericht für Indonesien

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LandesnameIndonesische Inseln. (Quelle: Wikimedia Commons/Jonathan Chase)

Der Name Indonesien ist aus zwei Wörtern entstanden:
Indo: kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Indien“
Nesos: heißt im Griechischen „Insel“
Also heißt Indonesien „indische Inseln“. Den Namen hat übrigens ein amerikanischer Offizier erfunden.

Quelle: Wikipedia, http://www.everyculture.com/Ge-It/Indonesia.html

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Ein alter Mann mit traditionellem Hut. (Quelle: Christian Jung)Lebenserwartung

Die Lebenserwartung für Indonesier liegt bei etwa 72 Jahren (in Deutschland sind es 81 Jahre). Lebenserwartung heißt, dass ein indonesisches Kind, das jetzt auf die Welt kommt, die Chance hat, 72 Jahre alt zu werden. Allerdings sterben in Indonesien in einem Jahr 25 von 1.000 Kindern, bevor sie überhaupt 1 Jahr alt werden (in Deutschland: 3 von 1.000).

Quelle: World Factbook 2015

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Häuser, die beim Erdbeben zusammengebrochen sind. (Quelle: Christian Jung)Naturkatastrophen

In Indonesien gibt es immer wieder Erdbeben oder Seebeben (Erdbeben im Meer) – einige Beispiele:

  • Am 26. Dezember 2004 gibt es im Indischen Ozean ein schweres Seebeben, das einen verheerenden Tsunami auslöst. In Indonesien werden durch die Flutwelle mindestens 228.000 Menschen getötet.
  • Am 26. Mai 2006 sterben bei einem schweren Erdbeben auf der Insel Java rund 6.000 Menschen.
  • Am 30. September 2009 gibt es starkes unterseeisches Seebeben (Stärke 7,6) vor der Insel Sumatra. Mehrere hundert Menschen werden getötet.
  • Am 11. April 2012 erschüttert ein sehr schweres Erdbeben den Meeresboden vor Nordsumatra (Stärke 8,6). Es ist auf Sumatra, in Singapur, Thailand, im Süden Indiens und in Sri Lanka zu spüren. Es folgen zahlreiche Nachbeben, darunter eines der Stärke 8,2. Seit dem Jahr 1900 ist es weltweit das erste Mal, dass an einem Tag zwei Beben der Stärke 8 oder mehr auftreten. Weitere, teils schwere Nachbeben gibt es in den folgenden Tagen und Wochen.

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Regenwald

In Indonesien wachsen übrigens auch Regenwälder – so auch in Indonesien. Der Regenwald hier ist sogar einer der größten auf der Welt. Leider ist dieser Regenwald aber bedroht – vom Menschen! Denn viele Unternehmen lassen die Bäume fallen, weil sie das Holz verkaufen wollen. Es werden aber zu schnell zu viele Bäume gefällt und keine neuen gepflanzt. Deshalb befürchten Menschen, die die Wälder schützen wollen, dass es schon in zehn Jahren fast keinen Regenwald in Indonesien mehr geben wird.
Die Waldrodung, also das Fällen von Bäumen, ist außerdem schlimm für die vielen Tiere im Regenwald, denn er ist ihr Zuhause.

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Die große Moschee in Medan. (Quelle: Wikimedia Commons/Daniel Berthold)Religion

Von je 100 Indonesiern sind: 87 Muslime, 10 Christen, 2 Hindus und 1 ein Anhänger einer anderen Religionsgemeinschaft.

Quelle: World Factbook, neueste Zahlen von 2010

 

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2 Mädchen in der Schule. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)Schule

Nur 88 von 100 eingeschulten Kindern bleiben bis zum Abschluss der Grundschule. Die anderen brechen den Schulbesuch schon vorher ab.
Eine weiterführende Schule besuchen nur 58 von 100 Kindern, denn diese Schulen gibt es manchmal nur in größeren Städten – dort müssten die Mädchen und Jungen in Schülerwohnheimen wohnen, und das können arme Familien nicht bezahlen. Viele Kinder müssen aber auch arbeiten und können deshalb nicht in die Schule gehen.
Von 100 Indonesiern über 15 Jahren können 93 lesen und schreiben.

Quelle: Vereinte Nationen 2008-2012

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Sprache

Die offizielle Sprache in Indonesien ist „Bahasa Indonesia“ – Indonesisch. Es gibt aber noch viele andere Sprachen, die in Indonesien gesprochen werden, z. B. Englisch, Niederländisch, und viele örtliche Dialekte wie Javanisch, Sudanesisch und Batak.

Quelle: Wikipedia

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TiereEin Orang Utan turnt an einem Seil herum. (Quelle: Wikimedia Commons/Tbachner)

In Indonesien leben viele Tiere. Einige davon gehören zu den bedrohten Tierarten. Das sind Tiere, von denen es nur noch wenige auf der Welt gibt. Eines dieser Tiere ist der Orang-Utan. Orang-Utan bedeutet „Waldmensch“, und das passt zu ihm, denn er lebt vor allem im Dschungel auf der Insel Sumatra. Bedroht ist er, weil die Menschen im Regenwald viele Bäume fällen und er so vielleicht bald kein Zuhause mehr hat.
Ein anderes seltenes Tier ist der Tiger. In Indonesien gibt es zwei sehr seltene Tiger: den Sumatra-Tiger und der Java-Tiger. Außerdem leben in Indonesien z. B. Komodo-Warane, Zwerg-Büffel, Hammerhühner, Paradiesvögel, Papageien, Nashörner, Süßwasser-Delfine.
Im März 2012 hat eine amerikanische Forscherin auf der indonesischen Insel Sulawesi eine pechschwarze Monsterwespe entdeckt – sie ist fünfmal so groß wie eine normale Wespe! Eine männliche Wespe kann bis zu 6 Zentimeter groß werden!

Quelle: Wikipedia, Deutsche Presseagentur

12 Uhr auf der Wanduhr. (Quelle: Gunhild Aiyub)18 Uhr auf der Wanduhr. (Quelle: Gunhild Aiyub) 19 Uhr auf der Wanduhr. (Quelle: Gunhild Aiyub)20 Uhr auf der Wanduhr. (Quelle: Gunhild Aiyub)

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Uhrzeit

In Deutschland ist es überall immer gleich spät. Wenn es in München 12 Uhr mittags ist, ist es auch in Berlin 12 Uhr mittags. In Indonesien ist das anders. Das Land ist in 3 Zeitzonen aufgeteilt. Das bedeutet, dass es im gleichen Land an verschiedenen Orten auch unterschiedliche Uhrzeiten gibt.

Folgende drei Zonen gibt es:

  • Westindonesische Zeit: sechs Stunden weiter als in Deutschland (im Sommer fünf) – 12 Uhr mittags in Deutschland = 18 Uhr abends in Westindonesien
  • Zentralindonesische Zeit: sieben Stunden weiter als in Deutschland (im Sommer sechs) – 12 Uhr mittags in Deutschland = 19 Uhr abends in Zentralindonesien
  • Ostindonesische Zeit: acht Stunden weiter als in Deutschland (im Sommer sieben) – 12 Uhr mittags in Deutschland = 20 Uhr abends in Ostindonesien

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Ein Vulkan bricht aus. (Quelle: wikimedia commons)Vulkane

Indonesien hat mehr Vulkane als alle anderen Länder der Welt, davon sind mehr als 70 immer noch aktiv. Auf der Insel Java befindet sich der höchste Vulkan: Semeru (3.676 m). Sein Krater hat einen Durchmesser von rund 500 Metern. Er gilt als einer der schönsten, aber auch gefährlichsten Vulkane der Welt. Seit dem Jahr 1800 ist er mehr als 50-mal ausgebrochen.

Webcam: Blick auf den Vulkan Sinabung

Quelle: Wikipedia

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Wirtschaft

In Indonesien werden z. B. Reis, Mais, Cassava, Rohrzucker und Süßkartoffeln, Tee und Kautschuk angebaut. Die Ernte von den großen Plantagen wird auch an andere Länder verkauft. Das nennt man Exportieren.

Um Geld einzunehmen, verkauft Indonesien aber auch andere Rohstoffe ans Ausland – z. B. Gold, Kupfer, Kohle, Holz und Stoff. Besonders wichtig ist der Verkauf von Erdgas, denn davon gibt es sehr viel auf den Inseln.
Außerdem handelt Indonesien mit Palmöl. Es wird für viele Dinge auf der ganzen Welt gebraucht, z. B. für Waschmittel, Seife, Tiefkühlpizza und Süßigkeiten. Es stammt aus besonderen Ölpalmen. Um Platz für den Anbau dieser Ölpalmen zu schaffen, werden viele andere Bäume im Urwald gefällt. Viele Unternehmen z. B. in Europa versuchen deshalb, weniger Palmöl zu kaufen, damit Indonesien nicht mehr so viel Regenwald abholzt.
Indonesien verdient aber auch viel Geld mit Touristen, die sich die Vulkane anschauen wollen oder Badeurlaub an den Stränden machen. Viele Urlauber fahren übrigens nach Indonesien, weil sie an den Stränden besonders gut surfen können.

Quelle: World Factbook 2012, Wikipedia