Länderinfo: Äthiopien

Aethiopien-Karte

 

 

 

Äthiopien – interessante Infos für Kinder vom 3.-6. Schuljahr über Land und Leute, Geografie, Addis Abeba, Kinderarbeit, Kaffee, Dürre, Armut, Kinderheirat, Amharisch, über die 3 Mio. Jahre alte Lucy und vieles mehr.

Blick über die Berglandschaft Äthiopiens. (Quelle: Frank Peterschröder)

Geografie

Äthiopien liegt am „Horn von Afrika“ – wenn ihr euch die Landkarte anschaut, seht ihr, dass der Kontinent im Osten tatsächlich ein „Horn“ hat.

Es ist das höchst gelegene Land in ganz Afrika: Ungefähr die Hälfte seiner Fläche liegt über 1.200 Metern. Der höchste Berg ist der Vulkan Ras Dashen (4.620 m).

In den Tälern ist die Landschaft wüstenartig.

Wissen-Länderinfo-Äthiopien-flickrHauptstadt

Die Hauptstadt ist Addis Abeba. Der Name bedeutet in der Sprache Amharisch „Neue Blume“. Hier leben rund 3,2 Millionen Menschen.

Addis Abeba liegt auf über 2.200 Metern am Fuße des Mount Entoto – sie ist die dritthöchstgelegene Hauptstadt der Welt.

Sehenswert ist auch die Universität von Addis Abeba. Sie war früher der Palast von Kaiser Haile Selassie I. Heute ist darin zum Beispiel eine Ausstellung alter äthiopischer Kunstwerke untergebracht.

Aktueller Wetterbericht für Addis Abeba

Quelle: World Factbook 2015

Eine Familie steht vor ihrer Hütte. (Quelle: Bastian Strauch)Einwohner

Äthiopien ist ein „Vielvölkerstaat“: Die rund 105 Millionen Menschen (Deutschland: rund 81 Millionen) gehören 90 verschiedenen Völkern an. Die größten Gruppen bilden die Oromo, die Amharen und die Tigray.

Äthiopien ist der älteste unabhängige Staat Afrikas und einer der ältesten Staaten der Welt. Das östliche Afrika wird auch „die Wiege der Menschheit“ genannt – das soll bedeuten, dass hier die ersten Menschen gelebt haben. 1974 fand man in Äthiopien Knochen einer 25-jährigen Frau, die vor über 3 Millionen Jahren gelebt hat. Sie wird übrigens „Lucy“ genannt.

Die meisten Menschen leben auf dem Land – nur jeder 5. wohnt in einer Stadt. (In Deutschland wohnen die meisten Menschen in einer Stadt.)

In Äthiopien gibt es – anders als in Deutschland – mehr junge als alte Menschen:

Äthiopien Deutschland 
 0-14 Jahre alt sind:
44 von 100 Menschen 13
von 100 Menschen
 15-64 Jahre alt sind:
53 von 100 Menschen 65
von 100 Menschen
 älter sind:
3 von 100 Menschen 22
von 100 Menschen

Zahlen: World Factbook 2017


Arbeit | Armut | Dürrekatastrophen | Einwohner | Essen | Geld | Geografie | Geschichte | Hauptstadt | Kaffee | Kaffee-Zeremonie | Kalender | Kinder | Kinderheirat | Kindernothilfe | Lebenserwartung | Name | Nationalhymne | Religion | Schule | Sport | Sprache | Strom | Uhrzeit | Wald | Wirtschaft | Wohnen 

Äthiopien von A bis W

Arbeit

Die meisten Äthiopier arbeiten in der Landwirtschaft – Industrie gibt es nur wenig. Was sie anbauen, brauchen sie hauptsächlich für sich und ihre Familien: zum Beispiel Teff (eine Hirseart), Gerste, Weizen, Hirse, Mais, Ensete-Bananen und Hülsenfrüchte.
Für den Bedarf im ganzen Land bauen die Äthiopier in größerem Maß auch Baumwolle, Tabak und Wein an. Ins Ausland verkauft Äthiopien vor allem Kaffee, der zum größten Teil von wild wachsenden Sträuchern im Südwesten des Landes gewonnen wird.

Immer wiederkehrende Dürreperioden führen dazu, dass auf den Feldern alles vertrocknet, die Ernten ausfallen und das Vieh stirbt. Die Folge sind schwere Hungerkatastrophen.

Ein Junge trägt einen Getreideballen auf dem Kopf. (Quelle: Christian Herrmanny)

Kinderarbeit: Jedes 5. Kind zwischen 5 und 14 Jahren muss ebenfalls arbeiten (mehr als 5,5 Millionen Kinder), z. B. weil das, was die Eltern verdienen, nicht für die ganze Familie ausreicht. Die Kinder schuften

  • in der Landwirtschaft: Sie pflanzen und ernten Äpfel, Bananen, Kaffee, Baumwolle und Khat (eine Droge); sie arbeiten als Viehhirten oder in der Fischerei.
  • in der Industrie: Sie kriechen durch Schächte in Bergwerken und holen das Gold heraus, sie schuften in Steinbrüchen, auf dem Bau, in Töpfereien und Webereien.
  • im Bereich der Dienstleistungen: Sie helfen im Haushalt, schleppen schwere Wassereimer und Feuerholz oft kilometerweit, sie arbeiten auf der Straße als Schuhputzer, Straßenhändler, Bettler.

Viele Kinder werden verkauft und wie Sklaven ausgebeutet. Die Arbeiten machen sie körperlich und seelisch krank, sie gefährden ihr Leben und zerstören ihre Zukunft.

Quelle: https://www.dol.gov/agencies/ilab/resources/reports/child-labor/ethiopia, Angaben  von 2014

Kindernothilfe-Video: Kinderarbeit in Äthiopien

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Armut

Äthiopien gilt als eines der ärmsten Länder der Welt: Jeder 3. Äthiopier muss mit etwa 1,10 Euro am Tag auskommen. Und weil die Menschen so arm sind, müssen oft auch ihre Kinder mithelfen, Geld zu verdienen, statt zur Schule zu gehen.

In Äthiopien leben 13 Millionen Kinder in Armut, 2 Millionen sogar in extremer Armut.

Quelle: https://unicefethiopia.org/tag/poverty/,

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Dürrekatastrophen

Die meisten Menschen arbeiten in der Landwirtschaft. In der Landwirtschaft spielt das Wetter, wie ihr euch denken könnt, eine große Rolle. Früher gab es in Äthiopien alle 25 bis 30 Jahre eine Dürrekatastrophe, heute alle vier bis fünf Jahre. Dann verdorrt alles auf den Feldern, das Vieh verdurstet, die Menschen hungern und verdienen auch nichts, weil sie ihr Getreide und Gemüse oder ihre Tiere nicht verkaufen können. Zigtausende verlassen dann jedes Mal ihre Heimat und versuchen, z. B. in Flüchtlingslagern zu überleben.

Wissen-Länderinfo-Äthiopien-RollerKNH873232011 wurden Äthiopien und seine Nachbarländer Kenia und Somalia von der schwersten Dürre seit 60 Jahren getroffen – fast 12 Millionen Menschen mussten hungern. Und wenn es regnet, gibt es nicht genügend Teiche, die das Wasser auffangen und für die nächste Dürre speichern.
Jedes dritte äthiopische Kind unter fünf Jahren ist zu dünn, weil es nicht genug zu essen bekommt. Selbst wenn es in einem Jahr keine Naturkatastrophen gibt, reichen die Ernten der Familien oft nicht aus, und die Menschen müssen bis zur nächsten Ernte hungern. Viele Familien sind zu arm, um Lebensmittel zu kaufen.

Quelle: Vereinte Nationen 2008-2012

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Wissen-Äthiopien-LänderinfoKNH4770_Preview_largeEssen

Das Nationalgericht der Äthiopier ist „Injera“ (sprich: Indschera) – ein großes rundes Fladenbrot (60-70 cm Durchmesser) aus einem hirseähnlichen Getreide, das „Teff“ heißt und in Europa unbekannt ist. Die Fladen werden in einer flachen Metallschale über dem Feuer gebacken. Dazu gibt es „Wot“ – eine sehr scharfe rote Soße aus Pfefferkörnern, Peperoni-Schoten, Muskatnuss und anderen Gewürzen.

Bei den Mahlzeiten sitzt man auf Holzschemeln um einen geflochtenen Korb, der als Tisch dient. Alle essen mit den Händen gemeinsam aus einer großen Schüssel.

Geld

In Äthiopien zahlt man mit Birr:
1 Birr = 0,03 Euro
1 Euro = 33,71 Birr (Stand: Februar 2018)

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wissen-länderinfo-äthiopienDie Geschichte Äthiopiens

Äthiopien ist der älteste unabhängige Staat Afrikas und einer der ältesten Staaten der Welt. Das östliche Afrika wird auch „die Wiege der Menschheit“ genannt – das bedeutet, dass hier die ersten Menschen gelebt haben sollen. 1974 fand man in Äthiopien Knochen einer 25-jährigen Frau, die vor über 3 Mio. Jahre gelebt hat. Sie wird übrigens Lucy genannt.
Im 1. Jh.n.Chr. entsteht das Königreich Aksum. Seine Bewohner kaufen Waren von Händlern aus Indien, Arabien und den Mittelmeerländern. Die Händler kaufen von ihnen wiederum andere Produkte, die es in ihren Ländern nicht gibt.
350 wird das Christentum Staatsreligion. Aksum ist eines der ersten christlichen Königreiche der Welt. In der Hauptstadt des Reiches werden bis ins 20. Jahrhundert äthiopische Könige gekrönt. Immer wieder versuchen europäische Staaten, Äthiopien einzunehmen – z. B. die Italiener.
1889-1913 dehnt Kaiser Menelik II. Äthiopien nach Süden auf seine heutige Größe aus und macht Addis Abeba zur Hauptstadt.
1930 wird Haile Selassie der 225. Kaiser Äthiopiens. Er schafft die Sklaverei ab.
1935 greift Italien Äthiopien an. Rund 700.000 Äthiopier kommen ums Leben. Kaiser Selassie muss fliehen und lebt in London. 1941 kehrt er nach Äthiopien zurück.
1961/62 marschiert die äthiopische Armee ins Nachbarland Eritrea ein und besetzt es. Dadurch erstreckt sich Äthiopien jetzt bis zum Roten Meer. 30 Jahre lang wütet ein blutiger Bürgerkrieg.
Anfang der 1970er Jahre gibt es eine schwere Hungersnot, Demonstrationen von Studenten und Streiks, Aufstände in der Armee: Dies führt 1974 zum Sturz von Kaiser Selassie. Major Mengistu Haile Mariam kommt an die Macht.
1975 schafft Mengistu die Monarchie ab. Das heißt, es darf keinen König mehr geben. Er lässt Tausende von Menschen, die seine Regierung kritisieren, Generäle, Kirchenvertreter und Zivilisten ermorden.
1984/85 kommt es in 20 afrikanischen Staaten wegen einer Dürrekatastrophe zu einer schweren Hungersnot. Äthiopien ist am schlimmsten betroffen. Eine Million Menschen sterben.
1993
befreit sich das Nachbarland Eritrea von Äthiopien und wird ein eigenständiger Staat. Äthiopien hat dadurch auf einmal keine Küste, keine Hafenstadt mehr, und das ist für den Handel mit anderen Ländern ganz schlecht.
1998 kämpfen Äthiopien und Eritrea gegeneinander. Nach vielen Toten auf beiden Seiten schließen die Länder am 12.12.2000 einen Friedensvertrag.
Seit 2013 ist Mulatu Teschome Wirtu Bundespräsident der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien.

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KaffeeÄthiopien ist das Ursprungsland des Kaffees. Dies hier sind Kaffeekirschen - in ihnen steckt die Kaffeebohne. (Quelle: Christoph Engel)

Äthiopien ist das Ursprungsland des Kaffees. Nach einer alten Legende sollen Hirten etwas Kurioses bemerkt haben: Ziegen, die von einem Strauch mit weißen Blüten und roten Früchten gefressen hatten, waren bis in die Nacht putzmunter. Die übrigen Tiere der Herde waren abends müde. Die Hirten berichteten den Mönchen eines nahe gelegenen Klosters von dieser Entdeckung. Die Mönche pflückten die kirschenartigen Früchte, kochten sie und tranken die Flüssigkeit. Plötzlich konnten auch sie bis spät nachts wach bleiben!
In einer anderen Geschichte heißt es, der Hirte habe die rohen Kaffee-Früchte angewidert ins Feuer gespuckt, woraufhin wohlige Gerüche freigesetzt wurden. So entstand die Idee, die Früchte, also die Kaffeebohnen, zu rösten.
Von Äthiopien gelangte der Kaffee vermutlich im 14. Jahrhundert durch Sklavenhändler nach Arabien. Heute wird Kaffee in mehr als 50 Ländern angebaut.

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Kaffee-Zeremonie: Eine Gruppe von Frauen mit kleinen Kaffeetassen. (Quelle: Frank Peterschröder)Kaffee-Zeremonie

Sie spielt eine wichtige Rolle im Alltag der Äthiopier und ist ein Zeichen von Gastfreundschaft. Eine Frau streut frisch geschnittenes Gras auf dem Boden und setzt sich auf einen niedrigen, dreibeinigen Hocker neben ein Holzkohlebecken. Damit es gut riecht, zündet sie Weihrauch an. Dann röstet sie die noch grünen Kaffeebohnen über dem Feuer. Wenn die Bohnen braun sind, zermahlt sie sie und rührt das Kaffeemehl in eine Kanne mit heißem Wasser. Der Kaffee wird aufgekocht und dann in einem dünnen Strahl aus ca. 30 cm Höhe in kleine Kaffee-Schälchen gegossen. Äthiopier trinken den Kaffee mit viel Zucker (auf dem Land mit etwas Salz), aber immer ohne Milch.
In vielen Gegenden findet die Kaffee-Zeremonie dreimal am Tag statt. Jeder Anwesende muss mindestens drei Schälchen Kaffee trinken, alles andere wäre unhöflich, denn erst die dritte Runde bringt, laut Überlieferung, dem Haus des Gastgebers Segen.

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Wissen-Länderinfon-Äthiopien-KNH95738Kalender

Das neue Jahr beginnt in Äthiopien am 11. September. Außerdem hat es 13 Monate: zwölf Monate mit je 30 Tagen und einen Monat mit fünf bzw. sechs Tagen in Schaltjahren. Die Kalender, die man in Äthiopien kaufen kann, zeigen für jeden Tag beide Daten an: Zum Beispiel war der 10. November 2006 nach äthiopischem Kalender der 1. März 1999.

Kalender-Rechner: oben steht unser Datum, unten das äthiopische Datum.

Auch die Tageszeiten werden in Äthiopien anders berechnet: O Uhr ist für Äthiopier dann, wenn die Sonne aufgeht, und das wäre nach unserer Zeitrechnung 6 Uhr. Das heißt, dass es mittags nach äthiopischer Zeit 6 Uhr ist.

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Eine Mutter trägt ihr Kind in einem Tuch auf dem Rücken. (Quelle: Frank Peterschröder)Kinder

In Äthiopien bekommen Frauen fast viermal mehr Kinder im Jahr als Frauen in Deutschland. Die Menschen sind nicht arm, weil sie viele Kinder haben, sondern sie haben viele Kinder, weil sie arm sind! Die Kinder sind die Altersversorgung der Eltern, da die meisten Äthiopier keine Rente und keine Versicherungen haben. Und da in Äthiopien immer noch Kinder an Hunger oder Krankheiten sterben, müssen die Frauen viele Söhne und Töchter bekommen, damit sie später im Alter jemanden haben, der sich um sie kümmert.

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Kinderheirat

Viele äthiopische Mädchen werden gegen ihren Willen schon mit 15 Jahren verheiratet! Ihre Eltern erlauben das, weil sie arm sind. Ist eine Tochter erst einmal verheiratet, müssen Eltern sie nicht mehr versorgen. Eltern haben auch Angst, dass Töchter schwanger werden, ohne verheiratet zu sein. Also sorgen sie dafür, dass sie so früh wie möglich einen Mann bekommen. Äthiopien hat die UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben – aber wenn Kinder verheiratet werden, ist das ein schwerer Verstoß gegen die Kinderrechte.

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Drei Mädchen sitzen winkend vor einem Computer. (Quelle: Uta Rademacher)Kindernothilfe

In Äthiopien unterstützt die Kindernothilfe mit ihren äthiopischen Partnerorganisationen rund 681.100 Kinder und Jugendliche in 73 Projekten. Seit 1973 sind wir hier am Horn von Afrika aktiv. Die Projekte sind besonders für Kinder in besonderen Lebenslagen da – z. B. Straßenkinder, arbeitende Kinder, Waisen, Kinder mit Behinderungen. Wir fördern die Schul- und Berufsausbildung von Mädchen und Jungen, zeigen ihre Eltern und Verwandten, wie sie mehr von ihren Feldern ernten können und wie sie auch während Dürrezeiten ihre Familien mit Trinkwasser versorgen können. Eine sehr wichtige Rolle spielen zum Beispiel Frauen-Selbsthilfegruppen. Hier zeigen Projektmitarbeiter den Frauen und Müttern beispielsweise, wie sie trotz Armut gesundes Essen zubereiten und wie sie Krankheiten verhindern können.

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Ein alter Äthiopier. (Quelle: Frank Peterschröder)

Lebenserwartung

Die Menschen in Äthiopien werden im Durchschnitt 63 Jahre alt (Deutsche 81 Jahre).

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Quelle: World Factbook 2017

 

Name

„Äthiopien“ kommt von dem griechischen Wort „Aethiops“. Das bedeutet „Mensch mit sonnenverbranntem Gesicht“.

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Nationalhymne

Die Hymne auf YouTube

„Wädäfit Gäsgeshi Wudd Ennate Ityop’ya“ – auf Deutsch: „Marschiere voran, liebe Mutter Äthiopien“ – ist die Nationalhymne Äthiopiens aus dem Jahr 1992: „Wachsam achten wir die äthiopischen Bürgerrechte. Der Stolz auf die Nation leuchtet übers ganze Land: für Frieden, Recht und Freiheit des Volkes.
In Gleichheit und Liebe sind wir vereint. Fest auf unseren Gründerwerten stehend, achten wir die Menschenwürde. Unsere Völker wirken durch ihre Arbeit.
Wir stehen auf dem Boden einer glorreichen Tradition, Hüterin unseres Erbes, Mutter der Reinheit der Natur, Mutter eines mutigen Volkes.
Wir erfüllen unsere Pflicht: Wir schützen dich. Unser Äthiopien, es lebe! Wir sind stolz auf dich!“

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Die Felsenkirche von Lalibela. (Quelle: Sabine Fischer)Religion

Die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist eine der ältesten christlichen Kirchen der Welt.
Von 100 Äthiopiern sind 63 Christen (äthiopisch-orthodox, evangelisch), 34 Muslime und 3 Anhänger anderer Religionsgemeinschaften.
Die berühmtesten Kirchen in Äthiopien sind die Felsenkirchen von Lalibela: Lalibela ist eine heilige Stadt im Nordosten Äthiopiens. Auf 2.600 Meter Höhe haben vor über 800 Jahren unbekannte Handwerker elf mehrstöckige Kirchen in den roten Stein gemeißelt. Die Gebäude
wurden aus einem einzigen Felsblock geformt. Wahrscheinlich wurde insgesamt 100 Jahre an den Kirchen gebaut. Heute zählen sie zum Weltkulturerbe der UNESCO. Diese Auszeichnung bekommen Bauwerke oder Naturschönheiten, die so einzigartig sind, dass sie vor dem Untergang bewahrt werden müssen.

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Kinder in einer runden Zeltschule. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)Schule

Von 100 Kindern, die zur Grundschule gehen müssten, kommen nur 65 auch wirklich zum Unterricht. Viele Kinder haben keine Zeit, zur Schule zu gehen. Sie müssen arbeiten und mithelfen, Geld zu verdienen, damit ihre Familie überleben kann. Daher können sie später als Erwachsene nicht lesen und schreiben.

Nur 49 von je 100 Äthiopiern ab 15 Jahren können lesen und schreiben: Von 100 Jungen/Männern 57, von je 100 Mädchen/Frauen sogar nur 41.

Quellen: Vereinte Nationen 2008-2012, World Factbook 2015

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Sport

Äthiopien ist berühmt für seine ausgezeichneten Langstreckenläufer und -läuferinnen. Zu den beliebtesten Sportarten in Äthiopien gehören Fußball und Volleyball. Typisch äthiopische Sportarten sind Genna (auf Deutsch: Weihnachten), eine Art Hockey, das traditionell am äthiopischen Weihnachten am 7. Januar gespielt wird, und Gugs, ein Reiterspiel.

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Sprache

Die offizielle Landessprache ist Amharisch, eine Sprache, die eine andere Schrift hat als Deutsch. Die Handelssprache ist Englisch. Dann gibt es noch die Regionalsprachen Orominya, Tigrinya, Somali und mehr als 70 weitere Sprachen.

Quelle: The World Factbook 2010

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Ein Mädchen kocht auf einem Drei-Steine-Ofen. (Quelle: DieterKohl)Strom

Äthiopien gehört zu den Staaten, die weltweit den wenigsten Strom verbrauchen. Immer noch kochen viele Frauen auf einem „Drei-Steine-Ofen“. Geheizt wird hauptsächlich mit Holz, Holzkohle und zum Beispiel mit Kuhmist. In kleinen Dörfern gibt es keinen Strom.

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Uhrzeit

Aktuelle Uhrzeit in Äthiopien

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Wald

Früher gab es viel Wald in Äthiopien. Durch die Bäume wurden die Felder vor Regen und Wind geschützt. Doch die Menschen haben die Wälder abgeholzt, weil sie Weideflächen für ihr Vieh sowie Holz zum Heizen brauchten. Heute ist nur noch ein kleiner Teil des Landes bewaldet.
In der Regenzeit wird jedes Mal fruchtbarer Boden weggeschwemmt. Dadurch ernten die Menschen jedes Jahr weniger.

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Wirtschaft

Die wichtigsten Produkte, die Äthiopien an andere Länder verkauft, sind Kaffee, Ölsaaten (Pflanzensamen, die zur Gewinnung von Speiseöl genutzt werden können), Gold, Früchte, Gemüse, Blumen und Vieh.

Somalia, die Niederlanden, Saudi Arabien, China und Deutschland sind die Hauptkäufer äthiopischer Waren. Deutschland kauft hauptsächlich Kaffee und Kleidung. Äthiopien kauft von Deutschland vor allem Maschinen und Fahrzeuge.

Quelle: Auswärtiges Amt 2018

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Wohnen

Die meisten Äthiopier leben auf dem Land. Sie wohnen zusammen mit ihren Tieren in kleinen runden Häusern, die sie „Tukul“ nennen. Die Wände sind aus Erde und Stroh, das Dach ist strohgedeckt.